Stadt & Raum Immobilien Fenner GmbH

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08.02.2019

Mit Immobilien Geld verdienen?: Ja, wenn man Mehrwert schafft. Mit Immobilien durch Täuschung betrügen?: Niemals!

In Stuttgart ist - m.E. zu Recht - ein Eigentümer einer Wohnung zu einer Geldstrafe verurteilt worden, der eine Eigenbedarfskündigung vorgetäuscht hatte, um einen Mieter los zu werden. Er hatte aber nach dem erfolgten Auszug des Mieters die Wohnung zu stolzen Preisen an Flüchtlinge vermietet und ist nicht selber eingezogen. Neben der Geldstrafe muss der den Eigenbedarf vortäuschende Vermieter außerdem für den Schaden aufkommen, den der alte Mieter durch den betrügerisch erzwungenen Umzug erlitten hat.

Dieses Urteil ist gut und richtig: Solche Täuschungen durch Immobilieneigentümer, die gierig, unmoralisch und rechtswidrig ihre Mieteinnahmen erhöhen wollen, beschädigen alle, die beruflich mit Immobilien befasst sind. Viele wollen mit Immobilien Geld verdienen. Es gibt sowohl große Gesellschaften, die mit dem Bau von Wohnungen ihren Aktionären eine ordentliche Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals sichern müssen, als auch Privatleute, häufig Selbständige, die sich mit dem Sparen auf eine Immobilie, deren Erwerb und der Vermietung eine eigene Altersversorgung aufbauen und somit niemals dem Steuerzahler zur Last fallen.

Somit ist mein Fazit: Geld verdienen mit Immobilien ist erlaubt, insbesondere, wenn der Eigentümer mit seinen Investitionen einen Mehrwert schafft. Sich mit unlauteren Mitteln einen finanziellen Vorteil zu verschaffen durch Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften und auf fremde Kosten, also Betrug: das geht gar nicht, ist sozial schädlich, beschädigt den Ruf der reellen Marktteilnehmer und fördert ja auch nicht den zumindest in den größeren Städten dringend gebotenen Neubau von Wohnungen.

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